Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Ich habe gewonnen, aber die Flasche „Stock” habe ich nicht bekommen

Dachau während des ersten Aufenthalts, also das Jahr 1940. Die Deutschen haben noch nicht richtig die Lager organisiert! Also haben sie uns, als den ersten das Marschieren, das Singen und das Polieren vom Aluminiumkochgeschirr mit dem Rand der Lagerjacke beigebracht.

Wir reinigen nach dem Vorbild „in Mustern”, in kleine Kreise, nur um „unsere Zeit auszufüllen”. Unter den Häftlingen kommt es zu verschiedenen Murren! Es wäre besser zur Arbeit zu gehen und nicht so hoffnungslos rund herum, immer gleich die Zeit uszufüllen.

Ich bin mit dem Leiter der Schule in Czuchow Herok befreundet! Von Wort zu Wort und er behauptet, dass die Deutschen geben uns 3 Wochen „Übungen” und schicken uns zum Übergangslager in der Nähe von Kępno Wielkopolskie (Großpolen) und wir fahren nach Hause.

Ich stimme mit dieser Meinung nicht überein und wir gehen in die Wette ein: wer verliert gibt ½ Liter Kognak Stock! Gut! Wir werden in den Zug eingeladen! Herok behauptet wieder: siehst du, dass wir nach Ostrzeszów (in der Nähe von Kępno) fahren. Ich gehe wieder in die Wette ein: für das zweite ½ Liter Kognak. Herok nimmt an! Wir steigen in Gusen aus, in den Steinbrüchen. Na und was, frage ich? Dann trinken wir nach dem Krieg! Aber Herok blieb in Gusen. Und kein Kognak mehr!

Briefe aus Dachau während des ersten Aufenthalts (24.04.1940 – 27.07.1940) haben wir nicht geschrieben.