Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Über meine Briefe

In den Briefen aus dem Konzentrationslager durfte man über das Lager nicht schreiben. Eigentlich, jeder Brief musste mit den Worten: „Ich bin gesund und ich fühle mich wohl“ anfangen.

Auch dann, wenn man in dem „Lagerkrankenhaus“ lag.

Deshalb alle Briefe waren mit den Fragen um das Haus und um die Familie überfüllt! Und über sich entweder nichts oder sehr wenig. Und gewöhnlich konnte ich über mich schreiben, wenn ich mich für jemand anderen „Maciuś“ ausgegeben habe. Meine Mutter in meinen jungen Jahren hat mich „Maciuś“ genannt und gerufen.

Sofort als ich mich orientierte, dass zu Hause meinen angenommenen Vornamen verstehen, begann ich über „Maciuś“ schreiben, aber die Vorsicht war angebracht, weil die Zensoren der Briefe nicht die dümmsten Deutsche waren.

Oft in den Briefen erinnerte Onkel Kopijasz – war der Pfarrer aus Straconka. Ich erwähnte ihn dann, wenn es schlecht mit mir war, wenn ich krank war oder wenn ich entkräftet war und ich mich aus der „Erledigung“ ausheilte.

Das bedeutete dann für die Familie, für mich zu beten.

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