Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Das Krankenhaus

Freiheit 29.04.1945. Ein Ende für Appelle. Es kamen so genannt ”Meetings”. Auf die Bühne kamen die Redner. Jeden Tag: Popen, Priester, Rabiner, Pastoren – haben gerufen, um für Dank für die erreichte Freiheit mit der Hilfe der tausenden armen Leuten, die krank in den ehemaligen Baracken der SS liegen (einige tausend). Tadek Szweda, ich und noch ein junger Mann aus dem posener Land haben uns gemeldet in der Überzeugung über die Notwendigkeit dem Gott über die Freiheit zu danken!

Zu uns kam noch der Priester Józef Całujek. Wir haben zu zwei 12 Stunden gearbeitet. Und das war eine Arbeit! Hier waschen, hier die Urinflasche abnehmen, hier Glaskübel usw., usw. Im Korridor stand völlig unnütz und rauchte Zigarette ein amerikanischer Sergeant. Hat keinen Finger gerührt! Eines Tages hat uns gesagt, dass wir Hilfe bekommen! Es kommen die Schwester! Und es kam eine Schwester zu uns.  Fräulein zum Teufel! Gewaschen, Haare gekämmt, und ihre ganze Tätigkeit war den Kranken das Thermometer einlegen! Auf meine Bemerkung, wozu Fieber messen, wenn keine Fieberkarte da ist und die Kranken bekommen keine Arzeneimittel, dann ist die Messung der Fieber ganz unnötig. Sie möchte wenigstens „die Kübel” hinaustragen. Ach nein, nein! Und sie weiter bleibt nur bei der Fiebermessung.

Und eines Tages, als ich den Kübel in das Klosett getragen habe, sehe ich den Sergeant, wie er das Fräulein umarmt und mit der rechten Hand presst er die Schokolade in ihr Mund hinein. Und ich sehe Bewegungen und „o nein, nein”, aber die Schokolade hat sie gegessen! Dann habe ich den (vollen) Glaskübel auf den Boden geworfen und aus dem Krankenhausblock auf mein Block, wo ich wohne, gelaufen. Am Abend kam Tadek Szwed und die anderen und ich habe über dieses Geschehen erzählt. Wir haben beschlossen das Lager zu „verlassen”! Wir haben für diesen Dank für die Freiheit mehr als drei Wochen gearbeitet.