Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Gusen

Mit dem Zug kamen wir zur Station Gusen. Von hier zum Lager war es etwa 2 km. Der Weg war mit Steinen ausgelegt, mit solchen Steinen, die nach Sprengung im Steinbruch ausfallen… Und wir in neuen dicken Holzschuhen. Edlich haben wir das Tor des Lagers überschritten. Wir wurden in Reihen an einem tiefen Graben gestellt…  Verschiedene Vermutungen kamen an – aber alle werden doch nicht erschossen, was?.

Wir wurden auf einen großen Appellplatz geführt. Vor uns stand ein niedriger  Arbeitsführer Kocur (angeblich aus Będzin) und begann nach oben schießen und dann ließ er übersetzen: jeder, der die Anweisungen der Lagerbehörde nicht ausführt, wird erschossen.

Wir bekamen Blockzuweisung. Ich bekam Block Nr 11. Der Blockwart war mit einem grünen Winkel. Übrigens das ganze Lager in Gusen war durch die Kriminellen beherrscht. Wir haben uns draußen gewaschen. Das schmutzige Wasser sickerte in den Graben. Ich habe gesehen, wie ein SS-Mann die Mütze eines Häftlings in den Graben geworfen hat und ließ den Häftling untertauchen und die Mütze auffinden. Wenn der Häftling seinen Kopf über dem Wasser zeigte, der Soldat hat ihm auf den Kopf Eimer geworfen und mit dem Fuß festgehalten. Und der Häftling fand den Tod durch das Ertrinken.

Das Steinbergwerk hieß Houbrig bei Happurg und war von dem Lager etwa 2 km entfernt. Es wurde eine geschlossene Kette geschafft. Zum Bergwerk liefen wir ohne Steine, und zurück mit Steinen, die im Lauf genommen wurden, und einen Stein musste jeder im Lauf zum Appellplatz bringen.

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