Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Ankunft in das Lager

Wir sind in der Nacht am 15.12.1940 am Anschlussgleis ausgestiegen. Wir laufen zum Lager. Das Lager ist schwach beleuchtet. Wir wurden in den Block geführt. Wir wurden in eine Ecke des Saales zusammengetrieben. Es erschienen zwei Lagerälteste. Sie waren in schwarze Schuhe, schwarze Jacken und schwarze Mützen angezogen. Das machte auf uns einen schauerlichen Eindruck!

Es erschien ein kleiner Häftling (später habe ich den Namen kennengelernt – er hieß Gwóźdź). Die Deutschen begannen deutsch zu schreien, und der kleine Häftling hat es ins Polnische übersetzt. Und so außer der Reihe… Wen der Lagerälteste mit dem Finger zeigte, der musste aus der Reihe heraustreten und sich auf den Schemel legen – und der Kleine hat geschlagen. So wurden einige aus unserer Ecke herausgerissen. Einer der Lagerältesten begann zu begründen: „Ihr habt Schläge bekommen, damit ihr versteht, dass ihr in Oświęcim, und nicht in Dachau seid! Dort in Dachau hattet ihr  Erholungsaufenthalt – hier werdet ihr die Zucht und Ordnung von unserem Lager kennenlernen”!

Und wir haben doch das Lager in Gusen erlebt! Wir haben schon vieles gesehen, aber das Spektakel, das wir am nächsten Tag Morgen gesehen haben, ist es nicht einfach sich vorzustellen! Nach dem Appell erfolgt der Befehl: „Arbeitskommando formieren”. Und hier geschieht eine Sondererscheinung! Allgemeines Getümmel! Tausende von Menschen laufen hin und her! Wieviel Leute werden hier geschlagen! Und endlich stehen die Kommandos bereit zum Ausmarsch.

Die neue Nummer – 6994.

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