Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Schlesische Aufständische haben mich gerettet

Es war das Jahr 1941. Es wurden Fundamente für Block 15 ausgegraben. Dort wurde altes Flussbett des Flusses Soła entdeckt und im Flussbett schwarze Eichenbäume! Wie viel Geschrei, wie viele Schläge bei dem Herausziehen dieser schwarzen Eichen. Es ging nicht um Menschenleben,es ging um Eichenbäume. Mit den Händen musste man die Eichenbäume aus dem Schlamm und Sand des Flusses herausziehen. Und diesen nassen Grus, Boden, Kies mit großen, eisernen Schubkarren (ausgedacht für die menschliche Qual) musste man in den riesigen Graben unter den Stacheldraht hinausfahren (wahrscheinlich war dort später eine Lagerwäscherei).

Der ganze Weg war zertreten in einen breiartigen Straßenschmutz – und man machte ein Laufbrett mit der Breite von einem Brett auf der ganzen Strecke vom Block 15 bis Graben (hinter dem Block 28). Wehe mir, wenn das Rad vom Brett abstürzte und in den Schmutz einfiel. Dann waren die Stöcke vom Kapo bei Arbeit. Ich hatte den Leistenbruch noch von Gusen, und das Tragen von solchen schweren Schubkarren war über meine Kräfte. Die Verzweiflung bemächtigte sich meiner! Ich werde hier entweder krepieren oder die Kapos, die entlang der ganzen Strecke standen, werden mir den Todesstoß geben. Es lässt sich kaum beschreiben, was ich damals erlebt habe!

Auf der linken Seite, gleich hinter den Blocks (wo später der Block 17 stand, sicher bin ich nicht) stand ein großer Stapel von Ziegeln zur Abtragung. Die Ziegel waren mit Baukalk. Neben dem Stapel von Ziegeln standen die schlesischen Aufständischen, ohne Mützen, damit sie sich schneller kaputtmachen. Und es war doch Winter.

Seiten: 1 2