Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Wie sollte ich ein Organisierer der Lebensmittel für den Kapo Jaś Mięsok werden

Na, und es kam nichts daraus! Aber auf dem Wege zur Pumpenstation sind wir neben dem Auslauf für Lagerferde, die im Sommer nicht eingeschlossen waren, sondern blieben in der Umgehung. Hier wuchsen die Champingons. Meine Pflicht war nach der Ankunft mit den Eimern hinter die Umgehung springen und die Champignons sammeln. Dann haben die Kollegen ihre Portionen von Margarine und Pastetenwurst abgegeben und meine Pflicht war weiter das Braten der Champignons. Andere gingen zur Arbeit. Meine Arbeit war nicht schwer, aber die Champignons dufteten ein Kilometer weit und lockten hauptsächlich die Deutschen. Die Champignons wurden auf dem Kokskorb in solchen Büchsen, um bei der Annäherung eines Deutschen – die Büchsen in den Hydrant stellen und den Hydrant luftdicht schließen. Auf den Kokskorb wurde ein Stück Gummi geworfen und der Brandgeruch verbreitete sich.

Wenn sie zur Pumpenstation kamen – die Deutschen forderten Champignons, und behaupteten, dass wenn Gummibrandgeruch da ist, müssen auch die Champignons da sein. Und sie suchten, drohten und sogar schlugen – aber die Champignons haben sie nicht bekommen.

Das war meine Rolle bei Jaś Mięsok. Prima Mann, prima Kapo!

Nach den Champignons begannen die Frauen der Deutschen zu kommen, aber wir waren die ersten – auf dem Weg zur Arbeit um 5 Uhr morgens haben wir alle Champignons gesammelt. Bis eines Tages wurde eine Tafel gestellt und darauf eine Aufschrift, dass das Sammeln der Champignons streng verboten ist (mit Fehlern im polnischen und im deutschen Text).

Auch die deutsche Benennung für Chamignons haben sie nicht gekannt!

Und damit war meine Rolle als „Organisierer” beendet. Zu meinem Bedauern um Jaś, aber auch ich wurde nach Gross Rosen transportiert.

Im Oktober 1944 Kapo Igenieur Łachecki ließ mich kommen und sagte, dass er Befehl hat alle „Angelernte” „abzugeben”, also ich soll keinen Groll auf ihn haben, wenn ich in Transport gehen werde. Ich hatte und ich habe keinen Groll auf ihn. Er war immer menschlich und kulturell betrachtete die Menschen. Auch Jasio Mięsok hat sich entschldigt, dass er mich in Transport abgeben muss und es besteht keine Möglichkeit mich aufzuhalten.

 

Am 13.10.1944 wurde ich in einen Güterzug geladen und über Opole zu einem neuen Lager Gross Rosen gebracht. Ich kam zu Gross Rosen am 15.10.1944.

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