Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Willi Smyczek und Himmler

Zum Lager sollte Himmler kommen. Ausgewählt wurde Block 6 – als „Musterblock”. Man hat uns Holzetagenbette gegeben. Die Kissen (mit Stroh) und die Decke sollten in blau und weiß karierte Bezüge angezogen sein. Und wenn die Betten in Reihen standen konnten sich diese Karos nicht abbiegen – die Linie der Karos musste gerade durch alle Betten laufen! Unten und in der ersten Etage konnte man das durchführen,aber in der dritten Etage! Zehn Mal hat der Soldat die Decken abgerissen,  und  man musste wieder vom neuen das Bett machen. Und endlich am späten Abend wurde „gut” gesagt. Und wir haben uns nicht auf die Betten gelegt, sonder unter die Betten auf den Fußboden.

In den Vormittagsstunden, im Korridor des Blocks 6 in zwei Reihen stehen die Häftlinge – rasiert, gewaschen, „blank gemacht”. Endlich kommt Himmler hinein.

Auffalend sofort waren seine dicken Brillengläser und seine Rattenschnauze. Er geht in der Mitte, hält 2-3 Mal an und fragt den Häftling.

Ich entsinne mich, dass er sich vor Willi Smyczek angehalten hat „Wer bist du? – Pole! Ich kämpfte in der deutschen Wehrmacht in dem ersten Weltkrieg und ich verlor 2 Finger (und zeigt den Daumen).

Und warum brummst du? Ich weiß nicht! Bisher hat es mir niemad gesagt! Ach so! Und er ist weiter gegangen.