Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Ankunft in Dachau

Ertappte mich Angina! Für die erste Lagerration Brot habe ich von dem Blockwart einen Löffel Kochsalz bekommen und ich habe das Gurgeln angefangen…

Es begann „die Rekrutenzeit” im Lager. In dieser Zeit (zur Arbeit gingen wir nicht) wurden wir gelehrt marschieren, zum Appell antreten, deutsche Lieder singen und schon…Läuse suchen… Aber das konnte man in der Lagerstraße ausführen beim Sitzen an der Bordkante der Lagerstraße, die mit einer Menge von kleinen Steinen „bestreut” war. Jemand begann eine sonderbare Beschäftigung. Markierend, dass er Läuse sucht, mit der rechten Hand begann er das Streichen der Steine um die Bordkante und erhielt verschieden Formen der Steine.Mit den in der Kantine gekauften Nadeln „stochen” sie in diesen Steinen Initiale oder sogar Worte. Auf diese Weise entstanden sonderbare „Andenken”. Ich habe zwei solche Steine ausgeführt. Sie befinden sich in einer Holzfassung in Form von einem Büchlein. Das hat mir mein Kollege aus der Tischlerwerkstatt in Ausschwitz ausgeführt. Für mich sind diese Steine ein teures Andenken und sie rufen viele verschiedene Erinnerungen auf. Aber was für ein Kunststück war die Übertragung von Steinen durch sieben Lager und eine Menge von Revisionen. Für manche von uns waren diese Beschäftigungen sehr mühsam. Sie wollten lieber arbeiten, sogar in den Steinbrüchen.

Wir waren alle überzeugt, dass nach einigen Wochen werden wir freigelasssen und wir werden nach Hause fahren und dann diese „Andenken aus Stein” werden uns an unser Aufenthalt in Dachau erinnnern. Die Deutschen, die hier schon seit langer Zeit waren, haben über unsere Beschäftigungen gelacht und haben laut gesagt, dass wir „noch die Steine sattessen werden”.

Seiten: 1 2 3