Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Gross Rosen – das fünfte Lager

Dann habe ich erfahren, dass sie „Gold” gesucht haben. Denn die Häftlinge aus  Oświęcim hatten die Meinung, dass sie sich für den Weg im Lager in Gold versorgten…

Unsere Gruppe von 500 Leuten, das sind so genannte „Facharbeiter” also Männer vom Fach. Der Transport wurde so komplettiert, dass diese Fachleute ein neues Lager für die evakuierten Häftlinge aus Oświęcim bauen werden… Und inzwischen, die meisten Häftlinge wurden zum Tragen der Steine für die Fundamente der neuen Blöcke gejagt. Die Blöcke haben aus Oświęcim gebrachten zivile Arbeiter gebaut. Einen von ihnen  habe ich als Mann aus Straconka erkannt – das war Stefan Chrapkiewicz. Er hat mir die Strickjacke vom Zuhause gebracht, und in dem Klosett wurde die Strickjacke übergeben.

Leiter der zivilen Arbeiter war ein Deutscher, sogar sympathisch. Wenn während des Sammelns von diesem Kommando dieser Deutsche gefragt hat wer ist Eisenbieger, bin ich mit zwei Kollegen ausgetreten. Zwar war ich nicht als Eisenbieger beschäftigt, aber ich habe diese Arbeit im Betonwerk in Oświęcim, wenn Eisenbieger Mikołaj Sroka war, gesehen. Den Rest machte dieser sympathischer Deutsche. Wir haben Eisenbiegertische gebaut, haben das Material gebracht und haben die Herstellung der Armierung angefangen. Der Deutsche hat gesehen, dass uns die Arbeit nicht allzu gut geht, und hat uns einige Male die Arbeitsweise gezeigt. Aber er konnte sich mit den polnischen Arbeitern nicht verständigen. Er suchte einen Dolmetscher. Ich wurde zu diesem Dolmetscher ernannt, aber ich habe weiter als Eisenbieger gearbeitet und nur vorübergehend bin ich abgegangen und ich übersetzte die Anweisungen des Deutschen.

Eines Tages, als er die von uns bekommene Zigarette rauchte, fragte uns wie wir polnisch „ein kleines Brötchen” nennen. Ich antwortete, dass „mały chleb”, „chlebek”, „chlebuś”. Und er darauf: und nicht chlebik? Na, so kann man es auch nennen – sage ich dem Meister. Da siehst du, mein Alter hat sich die ganze Lebenszeit „Chlebik” und mich haben die Deutschen „Klebik” gemacht, na und ich wurde Kommunist. Er hat den Arm ausgezogen und Umrisse einer Stadt gezeigt. Und das ist Wallenberg, diese Stadt wird euch gehören. Behalte das im Gedächtnis. Das sagt dir Chlebik.

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