Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Gusen

Um die Lagerhemde zu schonen wurde befohlen das Hemd abzunehmen und die Steine wurden auf nackten Armen getragen! Es entstanden viele Verwundungen.  Entlang des ganzen Weges saßen auf hohen Feldstühlen die SS-Männer und mit Peitschen haben die Laufenden mit den Steinen geschlagen. Einige von ihnen machten sich „Spaß” von den Häftlingen. Es war einer, der sich besonders „Spaß machte” mit Häftlingen mit Brillen. Und er hat einmal mich gefordert – ließ diesen getragenen Stein zurücklassen und auf die Arme… eine Meter lange Bordkante nehmen…

Ich konnte sie nicht einmal vom Boden bewegen… Er rief zwei andere Häftlinge, die mir die Bordkante auf den Rücken zwangen… Etwa 50 Meter habe ich sie getragen! Ich habe sie abgeworfen, denn auf einmal etwas zerplatzte… Na ja, es entstanden zwei Leistenbrüche. Aber ich bin weiter gelaufen, denn die Kette konnte nicht „zerreißt“ werden. Nur jetzt, wenn ich an diesem Verbrecher vorbeilaufe, nehme ich die Brille ab, um dem nächsten Spaß zu entkommen. Mittagspause. Wir stellen uns in zwei Reihen. Es folgt das Abzählen. Der Blockwart behauptet, dass die Zahl nicht stimmt. Und wieder das Abzählen, „Deckung” und die Mittagszeit läuft… Und jetzt wird schnell verteilt, aber die letzten bekommen keine Suppe. Eine andere Schwindelart war ein plötzliches Fehlen von Kochgeschirr für die ganze Anzahl von Häftlingen, sondern nur für einen Teil. Es war klar, wer noch das Kochgeschirr „erfasste” musste schnell die Suppe trinken, damit der wartende Kollege auch seine Portion bekommen kann.

Seiten: 1 2