Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Josef Nowak, wo bist du?

Der Blockwart nimmt ein Brett und schlägt die Köpfe. Andere Blockwärte kommen ihm zu helfen und mit den Schlägen ohne Erbarmen versuchen das Gewimmel zu zerreißen. Sie versuchen wieder ein Block zu formieren, aber ohne Erfolg. Auf Befehl des Lagerältesten die Blockwärte lassen uns unter die Blöcke kriechen (Blöcke stehen auf den Pfählen) und von dort rufen „Józef Nowak wo bist Du”. Aber bevor uns unter die Blöcke kommen gelingt bekommen wir starke Schläge mit Stöcken und Bretten. Dieser „Spaß” dauert etwa 2 Stunden. Endlich die Rückkehr auf den Appellplatz und das Stehen ohne Abendbrot und Mittagessen. Ich habe diese Nacht „die Teufelsnacht” genannt.

In diesem Lager war es erlaubt Briefe nach Hause zu schreiben. Es war nicht erlaubt über sich und über Lager zu schreiben, man konnte jedoch durch fingierte Vornamen und Namen manche Nachrichten übergeben. In den Lagerbriefen wird es viele Namen geben, aber jeder Name hat eine Bedeutung. Und so Maciuś – das war ich, Onkel Kopiasz – das war der Priester in Straconka.

Der Brief aus Gusen vom 28.07.1940 ist der erste Brief aus dem Lager.

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