Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Das Krankenhaus zum zweiten Mal

Was ist geschehen? Er war doch schon gesund. Das Gesicht bekam Röten! Smyczek hat ihn doch ernährt! Aber auf die Lastkraftwagen wurden alle genommen, jeden, der im Block 20 war. Dann wurde der Block vergast, aber früher wurden alle in das Krematorium ausgefahren! Schade um den Jachna! Ein so netter Kollege! Er hatte nur keine Lagernase!

Nach gewisser Zeit habe ich Smyczek begegnet und er sagte: schau mal, so lange habe ich Stefek ernährt und so ging alles zum Teufel! Und die ganze Rechnung auch!

Nach dem Anziehen bekam ich den Block junger Juden. Das war eigentlich die Wohnstube der jungen Juden. Es war wahrscheinlich der Block auf der linken Seite, der erste von der Küche (mit der Sicht auf den Appellplatz). Was ich dort erduldet habe. Ich hatte doch Fieber und ich war sehr schwach und hier jüdische Kinder –12,13,14 Jahre alt „machen” das Sammeln und so genanntes „Abzählen” und ich stehe etwas schief, also Schlag in den Bauch, dann stehe ich wieder etwas schief – denn das dauerte ziemlich lange – also Schlag ins Gesicht, so war es, ich erinnere mich gut daran!

Nach zwei Tagen ging ich zum Smyczek und ich erzählte ihm das alles. Er hat mich „zu sich” genommen, auf seinen Block. Und hier Milliarden von Flohen! Der Blockwart schläft so, dass er unter die Wand denTisch stellt und darauf Stuhl und auf dn Stuhl den Hacker. Und für mich macht er identische „Schlafvorbereitung” mit dem Unterschied, weil ich schwach bin und hin und her schwankte – bindet mich zur Wand. Aber auch hier war ich kurz. Ich muss noch ein andere Ereignis beschreiben. Ich meldete mich beim Kapo Toczek im Block, damit er mich zu dem Betonwerk annimmt. Er hat abgesagt und hat mich verjagt und sagte, dass er Leute zur Arbeit braucht und keine Moslems. Das war natürlich am Tage des Verlassens vom Block 20.     Jetzt war die Gefahr, dass ich von einem in ein anderes Kommando gebracht werde. Was das bedeutet, das weiß jeder ehemaliger Häftling von Ausschwitz. Ich ging zum Unterkapo Michał Sywak (der marineblaue Polizist) ud ich habe ihn um Hilfe gebeten. Dieser stand auf und ging mit mir zum Kapo Toczek. Er sagte kurz: dieser arbeitet im Betonwerk schon zwei Jahre. Wenn du ihn nicht annimst wirst du ein Schwein sein (hat noch schlimmer gesagt). Sie haben sich noch gezankt und endlich stimmte er zu. Am Morgen stellte ich mich mit der Betonkolonne. Es war eine Freude wieder mit den alten Kollegen zu sein. Das alles war in den Monaten Mai und Juni, denn die erste Postkarte habe ich am 3.05.1942 nach Hause geschickt.

Wenn nach Jahren über Sywak wurde in Katowice Gericht gehalten, habe ich dieses Ereignis wiederholt. Sywak hat mir das Leben gerettet, ich habe Szwak im Gericht gerettet.

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