Erinnerungen an Konzentrationslager: Dachau, Gusen, Auschwitz, Gross Rosen, Hersbruck, Dachau
Rückkehr zur Betonkolonne

Zur Information gebe ich an, dass es auch solche Tage waren, in den ich sogar 5 Schüssel der Suppe gegessen habe. Und in solcher roten Schüssel war mehr als ein Liter. Es gab hilfsbereite Kollegen. In anderen Verhältnissen würde ich aus Hunger sterben, denn bei einem Liter Suppe könnte ich in einer sehr langen Zeit wieder zu den normalen Kräften kommen.

Neben der Baracke stand eine Wachbude für den SS-Mann, der Dienst bei dem Tor der Werkstätten hatte. Seine Pflicht war das Eintragen der Nummer der Häftlinge, die zur Arbeit außerhalb des Lagers gingen und Streichen der Nummer nach der Rückkehr.

Nötig war ein Häftling, der im Winter bewachte das Feuer im Ofen, öffnete das Tor den Fahrzeugen, lief zu den Werkstätten usw. In dieser Zeit, in der ich vom Block 20 zurückkehrte am Tor stand Häftling Cebula. Er ging auf die Anforderung in Block 20 und kam nicht mehr zurück. Kapo Toczek hat diesen Moment ausgenutzt, hat mich am Kragen gefasst und stellte mich vor die Wachbude und dem Soldaten meldete, dass von diesem Tag ich werde dort stehen. Förmlich gehörte ich weiter zum Betonwerk, ich war nur „abkommandiert”. Die SS-Männer haben sich fast jeden Tag gewechselt, aber wenn sie mich als so schwachen Häftling und wenn sie wussten, dass ich vom Typhus gekommen bin, haben sie mir verboten die Wachbude betreten.  Ich stand also draußen, aber damals war warmer und sonniger Herbst und das war  eine Lage, die mir geholfen hat die Kräfte wieder zu gewinnen.

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